Weine, die in Eichenfässern ausgebaut werden, unterscheiden sich in gewissen Aromakomponenten von solchen, die im Stahlfass mit Eichenspänen versetzt wurden.
Ein Absolvent der Ingenieurschule Changins (Fachhochschule Westschweiz) ist den Unterschieden in der Behandlung des Holzes nachgegangei, die bei der Herstellung von Fässern beziehungsweise bei der Herstellung von Spänen angewandt wird. Bei der Herstellung von Eichenfässern braucht es ein richtiges Feuer, während zur Herstellung von Spänen ein elektrischer Ofen benutzt wird.
Der bei diesen unterschiedlichen Erhitzungsmethoden entstehende Rauch ist unterschiedlich zusammengesetzt und deshalb sind die in den Wein übertragenen Rauchkomponenten nicht gleich. Dies kann mit chemisch-analytischen Methoden im Labor nachgewiesen werden, ist aber mit den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrnehmbar. Die Holzspanmethode ist wesentlich billiger als der aufwändige Ausbau in Eichenfässern und hat sich deshalb vor allem bei preislich günstigen Weinen durchgesetzt.
Seit Anfang dieses Jahres ist die Holzspan-Methode auch in der Schweiz zugelassen, und zwar ohne entsprechende Deklaration. Allerdings ist die Auslobung des Barrique-Ausbaus den echten Holzfassweinen vorbehalten.
Quelle:
LID