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Fast-Food-Kette will Transfette verbannen
Kentucky-Fried verzichtet ab April 2007 auf schädliche Fette

New York/Wien (pte/31.10.2006/13:45) - Die Diskussion um die Schädlichkeit der so genannten Transfette hat, so berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk dazu geführt, dass die US-Fastfoodkette Kentucky Fried Chicken (KFC) ab April 2007 auf einen Großteil dieser Fette verzichten will. Allerdings werden etwa Backwaren immer noch diese Fette enthalten. Derzeit enthalten 80 Prozent der Produkte des 20.000-Filialen-Konzerns solche Fette, die von den Ernährungsexperten als Killer bezeichnet werden. Wissenschaftler machen diese Fette für zahlreiche Erkrankungen und für die steigende Zahl an Fettleibigen verantwortlich.

Die Transfette sind das Angriffsziel der Kampagnen zur gesünderen Ernährung geworden. Nach Angaben von KFC wurden die neuen gesünderen Öle und Fette bereits in einigen hundert Filialen getestet. Nach Kundenbefragungen haben die gesünderen Fette keine Auswirkungen auf den Geschmack der Produkte. Auch die US-Fastfoodkette Wendy will einen ähnlichen Weg einschlagen wie KFC. McDonalds hat zwar bereits vor vier Jahren angekündigt, den Anteil der Transfette deutlich zu reduzieren, bisher scheiterte es allerdings an Alternativen. Seit Januar 2006 muss in den USA und in Kanada der Gehalt an Transfetten auf dem Etikett stehen. Zeitweise wurde sogar über ein generelles Verbot dieser Fette in der Gastronomie nachgedacht.

Wie heikel das Thema der Transfette tatsächlich ist, ergab eine pressetext-Anfrage bei der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung ÖGE http://www.oege.at . "Das Thema ist noch lange nicht Schnee von gestern", meint ÖGE-Geschäftsführerin Alexandra Hofer im pressetext-Interview. "Aus Sicht der ÖGE gilt weiterhin die Empfehlung die Gesamtfettmenge pro Tag unter 35 Prozent der Energie zu begrenzen, wobei gesättigte Fette nicht mehr als zehn Prozent der Tagesenergie ausmachen sollten", so Hofer. "Fastfood und Fertigprodukte mit reichlich ungünstigen Fetten - diese sind mit 'enthält gehärtete Fette, gehärtete Öle oder hydrierte Fette' gekennzeichnet - sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden" In der jüngsten Publikation der ÖGE wird dem Thema Transfette ein großer Beitrag unter dem Titel "Eine weitere Observation ist notwendig" gewidmet.

"Ausgehend von den erstmals Anfang der 90er Jahre veröffentlichten, sehr plakativen Aussagen des Harvard-Forschers Walter Willet über die negativen Auswirkungen der Trans-Fettsäuren, startete eine Dekade in der die Effekte der TFS intensiv untersucht wurden und weltweit eine Reduktion in der täglichen Nahrung gefordert wurde", so Karl Heinz Wagner vom Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien. "Die tatsächlich negative Wirkung von TFS hat sich mittlerweile bei Herz-Kreislauferkrankungen unter anderem durch eine negative Beeinträchtigung des Cholesterinstoffwechsels bestätigt." Alle weiteren Daten wie etwa Tumorerkrankungen oder Reduktion des Geburtsgewichts liefern Hinweise, aber keine Beweise, erklärt der Experte. (Ende)

Quelle: Pressetext Austria

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