Wir finden eine interessante Studie, die auch eindrucksvoll begründet, warum immer mehr Menschen die Verpflegung Außer Haus dem Kochen zu Hause vorziehen und warum unser Gesamtmarkt weiter wächst.
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Konsument wünscht weniger Aufwand bei Ernährung
Studie will Strategien für Nachhaltigkeit entwickeln
Ernährung soll gesund und vielseitig sein
Berlin, Wien (pte/17.01.2006/17:00) - Der Mensch isst individuell. Laut Ergebnissen eines Forschungsprojekts des Öko-Instituts e.V. http://www.oeko.de unterscheiden wir uns in unserer alltäglichen Ernährung stark. Doch gibt es Bedürfnisse und Wünsche, die bei allen Konsumenten zu finden sind. Dazu gehört vor allem "Entlastung" - weniger Arbeits- und Zeitaufwand beim Einkauf, der Zubereitung und beim Essen.
Das sozial-ökologische Forschungsprojekt berücksichtigte den Aspekt, dass Ernährung mehr bedeutet, als nur Nahrungsaufnahme. Ernährung wird vom jeweiligen Lebensstil, der Einstellung und den Ansprüchen beeinflusst. Ziel der Untersuchung ist es, Empfehlungen und Strategien für eine nachhaltige Ernährung zu entwickeln. Das bedeutet, dass die Nahrungsmittel umweltverträglich, gesundheitsfördernd, alltagstauglich und vielseitig sein sollen.
Petra Rust vom Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien hofft, dass "nachhaltige Ernährung weiter an Bedeutung gewinnt." Gerade wenn man an die Lebensmittelskandale der letzten Zeit denke, hoffe sie, dass die Konsumenten hellhörig werden. Doch die Wissenschaftlerin weiß: "Der Preis bestimmt den Konsum bei Lebensmitteln." Trotzdem spielt nachhaltige Ernährung eine große Rolle bei den Empfehlungen des Instituts. "Die Vielfalt ist oberstes Gebot", sagt Rust im pressetext-Interview. Es gebe keine Verbote, sondern eher die Empfehlung die Ernährung möglichst vielseitig zu gestalten.
Die Wissenschaftler des Öko-Instituts haben sieben Ernährungsstile gefunden, die sich in Ansprüchen an Qualität und Produktauswahl, sowie in den Gewohnheiten beim Einkaufen und Kochen unterscheiden. Ernährungsbewusste anspruchsvolle Menschen möchten weniger Zeit für ihre nachhaltige Ernährung aufwenden müssen. Das lässt auf Interesse an Fertigprodukten schließen. Solche Ergebnisse sind natürlich auch für Marketing-Unternehmen von Bedeutung.
Außer Haus zu essen, ist ein Trend, den sowohl die repräsentative Untersuchung belegt, als auch Petra Rust sieht: "Das liegt daran, dass immer mehr Frauen arbeiten." Laut Studie wäre es wünschenswert, nachhaltige Produkte auch in Restaurants und Imbiss-Ständen zu integrieren. Dazu sollten jedoch auch Informationen zur Verfügung gestellt werden. Projektleiterin Ulrike Eberle vom Öko-Institut denkt an "ein einheitliches Siegel", das Menschen im Alltag zeigt, ob das Lebensmittel Nachhaltigkeitsqualität besitzt.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden derzeit auf dem Kongress "Impulse für Landwirtschaft und Ernährung - Ergebnisse der sozial-ökologischen Forschung" in Berlin vorgestellt. (Ende)
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